Qiviut

Der MOSCHUSOCHSE ist ein arktisches Säugetier. Dieses riesige Tier ruft Erinnerungen an den Mammut wach und scheint ein überbleibsel aus der Eiszeit zu sein. Die Tiere sind mit den Ziegen oder den Schafen verwandt, auch wenn sie viele Merkmale des Rindes zeigen. Sowohl männliche als auch weibliche Tiere haben lange, geschwungene Hörner. Ausgewachsene Tiere messen an der Schulter ca. 1.40 m (4.6 ft) und haben eine Körperlänge von ca. 2.50 m (8 ft). Sie wiegen mindestens 200kg (440 lb) und können ein Gewicht von 400 kg (880 lb) überschreiten. Meistens leben sie in kleinen Herdenverbänden von 10 bis 20 Tieren.

Der Moschusochse lebt in Alaska, Kanada und auf Grönland. Anfang 1930 wurden sie von den Jägern fast ausgerottet. Selbst heute gehören sie zu den gefährdeten Tierarten. Jedoch werden jährlich von der Regierung eine limitierte Anzahl zur Jagd freigegeben. Die Eingeborenen bekommen dadurch Fleisch, Felle und Wolle. Das Volk der Yupiit in Alaska nennt die Moschusochsen oomingmak, was übersetzt "Bart" oder "bärtig" bedeutet.

Der Moschusochse kann nur in sehr kaltem Klima überleben. In domestizierten Herden müssen die Tiere vor überhitzung geschützt werden, sobald die Temperaturen über 21° C (70°) steigen. Gegen eisige Kälte schützt sie ihr dichtes Fell, welches aus 45 bis 60 cm langen, groben Schutzhaaren und einem unmittelbar auf der Haut liegenden Unterfell aus feiner Wolle besteht. Diese kostbare Unterwolle heisst QIVIUT. Sie zählt zu den feinsten natürlichen Fasern und hat einen Durchmesser von 11 bis 13 Mikron. Bezogen auf ihr Gewicht ist sie achtmal wärmer als Schafswolle und so weich wie Kaschmir.

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